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Jacques Bellange ( 1575- ca1616/1618 Nancy). “

Gärtnerin von Jacques Bellange. 2. Zustand mit dem Zusatz „le Blond excud“. Sehr selten.

Gardener with an Urn and Reticule”. ca. 1611, etching on laid paper (second state of two), signed within plate lower right. Reference: Robert-Dumesnil 44; Walch 11

       

 

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Matthäus Merian nach Jacques Bellange „Hortulana“

Merian lernte Bellange 1611 in Nancy mit Brentel um 1611 kennen. Sie arbeiteten zusammen am ‚Pompes Funèbres de Charles III Duc de Lorraine‘.

Bellange erlernte das Radieren wohl bei Brentel und Merian. Um 1615 kopierte Merian dieses Blatt in Basel. Erschienen ist es bei Jacob von der Heyden in Straßburg.

Merian fügte den Gärtnerinnen eine Landschaft, Staffage und Verse hinzu.

ca 98x178mm. guter Zustand, Ränder komplett verstärkt/hinterlegt. Verso Stempel.

Wüthrich I Nr. 91. Walch Nr. 14 III. S. 172. Griffiths/Hartley Nr. 32, Worthen-Reed 18, Thuillier 107, Reed 138.

Vers: “ Cum in campo socia est mea nunc cooperta quiete/ Interea emtores perdidit  illa suos“

Wüthrich  über die Hortulana S. 34: “ Merian hat es auf verblüffende Art verstanden, den extrem manieristischen Stil Bellanges zu imitieren“.

 

 

 

 

 

 

 

           

Wüthrich: Das druckgraphische Werk von Matthäus Merian d. Ae. I „Einzelblätter und Blattfolgen“.

Nicole Walch: „Die Radierungen des Jacques Bellange“.

Sandrine Herman „Jacques Bellange: la magie du trait“ Hier Nr. 25 S. 62

Antony Griffiths/Craig Hartley “ Jacques Bellange c. 1575-1616 Printmaker of Lorraine“

Worthen/Reed „The Etchings of Jacques Bellange“

 

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Die Drei Weisen/ Magier aus dem Morgenland/ Heilige Drei Könige

Matthäus Merian d.Ä.: Kaspar – Balthasar – Melchior nach Jaques Bellange

Matthäus Merian d.Ä. (Basel 1593 – 1650 Schwalbach)
Kaspar – Balthasar – Melchior „Die Drei Magier“ nach Bellange
3 Blatt Radierungen, breitrandig, nach Jacques Bellange 1615 unter Passepartout.

Schöne Frühwerke von M. Merian, einheitlich in der Druckqualität, alle mit breitem Rand und in guter Erhaltung. Die Darstellung von Balthasar mit ergänzter Ecke oben links.

Da Merian ab 1610/11 ebenso wie Bellange in Nancy weilte ¹, lernte er hier das Werk von Bellange  und wohl auch ihn selbst kennen. Sie arbeiteten an einem gemeinsamen Werk mit Brentel (Friedrich Brentel * 1580 in Lauingen  † 1651 in Straßburg), dem  „Pompe Funebrè de Charles III, Duc de Lorraine“ des Claude de la Ruelle,  in welchem Bellange sich selbst porträtiert haben soll, und zwar im dritten Teil auf dem 10. Blatt der Folge des Einzugs Heinrich II. in Nancy (welche Folge aus 12 Blättern Wüthrich komplett Merian zuschreibt), siehe Walch 1 und Griffiths/Hartley S.50. Bellange war von 1602 bis 1616 als Hofmaler für Gemäldezyklen der Herzöge Karl III. und dessen Nachfolger Heinrich II. von Lothringen in Nancy urkundlich erwähnt. Als „peintre de Son Altesse“ und mit Adelsprivileg (Walch S. 15 und S.63) nahm er mit Sicherheit an den  Feierlichkeiten und Festzügen teil und verewigte sich somit vermutlich auch selbst auf den Vorzeichnungen und  auf der Kupferdruckplatte (Walch). Schließlich ist aus den Verträgen zu entnehmen, dass die Teile 1 und 2 bereits 1610 in Vorzeichnungen und vorbereiteten Platten vorlagen und diese „Maler von Nancy“ besorgten ( Wüthrich I S. 17 aus Pierre Marot „Archives de Meurthe-et-Moselle“). Unter diesen Malern dürfte Jacques Bellange (als Hofmaler) gewesen sein, der sich dann dabei auch in der Vorzeichnung selbst gezeichnet haben wird. Bestimmt haben hier Bellange und Merian eng an den Pompes Funebrès zusammengearbeitet. Der angebliche Schüler Bellange`s, Jacques Callot aus Nancy, ging übrigens bereits 1608 nach Rom. Da Bellange aber das Stechen vermutlich erst durch Merian und Brentel ab 1611 erlernte (Worthen/Welsh Reed: The Etchings of Jacques Bellange S. 11 und S.45) kann Callot es nicht bei ihm erlernt haben (Worthen/Welsh Reed S. 15). Es ist jedoch überliefert, dass sein Vater, Jean Callot, als „héraut d’armes“ beim Vartragsabschluß zu den Pompes Funébres 1611 zugegen war (Gutenberg Jahrbuch 1951).
Im Entstehungszeitraum der Radierungen ab 1610/1611 ist übrigens belegt, daß Bellange gerade in Nancy an einem neuen Zyklus nach Ovids Metamorphosen (Tempesta veröffentlichte 1606 u.a. Radierungen zu Ovids Metarmorphosen)  für die neue Galerie arbeitete, wobei die Gesimse und Einfassungen mit „moresques“ und sonstigen „fantaisies“ verziert sein sollten (Walch S. 14 aus Lepage).

Vielleicht ist es aber von Merian auch als eine Hommage an den hochgeschätzten, bekannten, Bellange gedacht. Er starb (vermutlich) bereits 1616 in Nancy, die Kopien Merians sind aus dieser Zeit ( Wüthrich nennt 1615, Walch bis 1620, solange Merian bei von der Heyden verlegte, S. 52). Gedruckt wurden sie bei Jacob von der Heyden in Straßburg, siehe bei Melchior die Sig. unten rechts „Jac: ab Heydé excu.“  (W. Biographie S. 73, mehrfach erwähnt bei Griffiths/Hartley und Walch), welchen er wohl durch die Straßburger Brentel und Hermann de Loye kennenlernte (Worthen/Welsh).

Wüthrich schreibt in der Biographie von M. Merian über die Kopien von Bellange auf S. 73: “ sind von Merian perfekt kopiert worden“ … „Kopien sind als solche nur durch die Texte und den direkten Vergleich mit Bellanges Originalen zu bestimmen.“ und in W. 1 S. 34 “ Merian hat es auf verblüffende Art verstanden, den extrem manieristischen Stil Bellanges zu imitieren… Mitunter werden die Blätter als Originale Belanges geführt.“ Merians „fecit“ wurde auf den Platten ausradiert um sie als Originalradierungen Bellanges zu verkaufen.

 

¹Wüthrich I S. 16/17.  Wüthrich zitiert Marot, wonach der Stecher (Brentel) der Pompes Funébres mit seinem „garçon“ (Merian war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt, wird von Wüthrich jedoch als garçon ausgeschloßen, da er bereits das Titelblatt signierte) nach Nancy kommen soll, um dort  im Mai/Juni 1610, „binnen drei Wochen“, das Titelblatt zu stechen. Dieses wurde von Merian signiert. Da Merian zu dem Zeitpunkt jedoch noch in Zürich bei Meyer in der Lehre gewesen war (Stammbuchblatt 01.10.) kommt hier nach Wüthrich erst 1611 in Betracht. Wüthrich erwähnt übrigens die Mitarbeit Bellange`s am Pompe Funébre nicht in Merians Biographie, sondern lediglich in seinem Aufsatz „Die Bellange-Kopien aus dem Seehof Küsnacht“ schließt er es zumindest nicht aus.

Einen sehr interessanten Artikel über Jacques Bellange gibt es in „Kunst und Künstler“ von Ludwig Burchard, erschienen in der August-Ausgabe 1911, digitalisiert von der Universität Heidelberg https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kk1911/0543. Griffiths/Hartley schreibt dazu “ The first article that reintroduced Bellange to a General public was by Ludwig Burchard in 1911″.

 

Für Radierungen von Bellange wurden 2021 für Kaspar ca. €19.000.- und Melchior über € 30.000.- inkl. Aufgeld genehmigt. 2017 wurden alle drei Radierungen von Bellange im ersten Zustand für 65.000 CHF zugeschlagen.

Die Drei Weisen/Magier ((Les Rois Mages, The Three Magi/Magician) im Einzelnen:

 

Blatt 1: bez. “ Tres Magi/ Melchior Rex Nubiae/ Bellange inuent: Jac:ab Heydè excu./ Argentinae“. Frontansicht. Wüthrich I 85, Griffiths/Hartley 31b. Ca. 187×290 mm (Blattgröße ca.205x320mm). Wasserzeichen.

Blatt 2: bez. „Baltasar Rex Sabae/ Bellange inuentor:“Rückenansicht aus „Die Anbetung der Könige (Walch 20, Griffiths/Hartley 10), Wüthrich I 87, Griffiths/Hartley 30b. Ca. 185x283mm (Blattgröße ca.203x307mm). Wasserzeichen.

Blatt 3: bez. „Caspar Rex Tarsis/ Bellange. in:“ Seitliche Dreiviertelansicht mit Blick nach vorne. Wüthrich I 86, Griffiths/Hartley 29b. Ca. 188x289mm (Blattgröße ca.210x325mm). Wasserzeichen.

Auf allen drei Radierungen dasselbe Wasserzeichen (Schweizerdolch mit Schlange?), siehe Foto..

Wasserzeichen

Literatur:

Wüthrich I „Gegenseitige Kopien nach Bellange“ und Biographie.

Antony Griffiths & Craig Hartley, „Jacques Bellange, c.1575-1616, Printmaker of Lorraine“, „The Three Magi“, S. 103 ff., Nr. 29, 30 und 31, jeweils b.

Nicole Walch „Die Radierungen des Jacques Bellange“ (1, 20, 26, 27, 28).

Amy N. Worthen/ Sue Welsh Reed „The Etchings of Jacques Bellange“ Katalog zur Ausstellung 1975/76 u.a. im Metropolitan Museum of Art

Sandrine Herman „Jacques de Bellange: la magie du trait“

Pierre Marot  „Recherches sur les pompes funèbres des Ducs de Lorraine“ 1935, hier Gutenberg-Jahrbuch 1951

Seehof Küsnacht Festschrift zur Eröffnung des restaurierten Seehofs am 8. Juni 1979

Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg III. Band 1966: Wolfgang Wegner „Untersuchungen zu Brentel“. Insbesondere in Bezug auf Brentels Biographie und den Vorzeichnungen zum Pompe funèbre interessant.

   

3 sheets etching, after Jacques Bellange 1615
Nice impressions, uniform in print quality, all with paper margins around the platemark and in good condition. The depiction of Balthasar with corner added upper left. 

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                                                                                       KPM Prunkschatulle „Segermarke“  1882

Reliefierter Messingbronzekorpus, feuervergoldet und versilbert.  Integriert sind acht bemalte Porzellanplaketten mit handbemalten Watteauszenen.

Bronzeapplikationen mit reichlicher Staffage und Ornamentik in Form von  glücksbringenden Füllhörnern samt hervorquellenden Blüten, Akanthus und anderem Ast-, und Rankenwerk mit etlichen Verästelungen. Reichlich Fries, wohl Anthemion, als schmückendes Beiwerk.  Beim Mascaron (oder Blattmaske) dient  der Mund als Schlüsselloch. Hier evoziert man unvermeidlich mit der  „Bocca della Verità“  in Rom. Der Vorderteil ist flankiert von 2 versilberten Putti, ruhend auf einem berankten Postament und ionisch anmutenden Kapitell. Der Deckel an den vier Ecken mit ausladendem, versilbertem Blütendekor und bekrönt von einem schön verästelten Puttenkopfgriff zum öffnen der in blauem Samt bezogenen Schatulle.

Manufaktur KPM- Berlin. Mit blauer Zeptermarke für Seger Porzellan.

Hermann August Seger (* 26. Dezember 1839 in Posen; † 30. Oktober 1893 in Berlin), ein Pionier des Porzellans,  entwickelte das nach ihm benannte Segerporzellan. Dieses  ermöglicht es, ein Weichporzellan herzustellen, wie es dem traditionellen, asiatischen  Porzellan entspricht. Das Weichporzellan wird gegenüber dem Hartporzellan bei niedrigeren Temperaturen (bis max. 1350°C) gebrannt und ist somit empfindlicher gegen Temperaturschwankungen, sowie deutlich stoßempfindlicher. Zudem ermöglichte es irisierende Glasuren, sowie z. Bsp.  Sang-de-bœuf Glasuren.

Bei der königlichen Porzellanmanufaktur „KPM“ gründete und leitete Seger ab 20.05.1878 die Chemisch-Technische-Versuchsanstalt (später der Universität Berlin eingegliedert). Dort entwickelte und patentierte er 1880 das Weichporzellan, welches eine reichere Farbpalette bei der Unterglasurdekoration erlaubte. Als Porzellanmarke erhielt es das blaue KPM-Zepter mit „Sgr. P.“ Seine Versuchsstücke sind künstlerisch wertvoll. 1885 wurde er zum Titularprofessor ernannt. Er erfand  u.a. auch den Seger-Kegel, ein Hochtemperaturmeßmittel, welches heute noch angewendet wird. Die „Seger-Plakette“ wird zu seinem Andenken von der Deutschen-Keramischen-Gesellschaft verliehen. Durch seine Arbeit wurde die KPM eine der künstlerisch besten Manufakturen Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Prunkschatulle muss ein frühes Werk sein, weisst sie doch noch die Merkmale der Marke „Seit 1870“ auf, verbunden mit der Kennzeichnung von „Sgr. P.“

 

Original der Schatulle

Signaturen der KPM-Berlin

 

Jean-Antoine Watteau (* 10. Oktober 1684 in Valenciennes; † 18. Juli 1721 in Nogent-sur-Marne). Der Maler des Rokoko schuf mit seinen fêtes galantes eine neue Bildgattung. Mit seinen Schäferstücken und den hier entlehnten galanten Festen begründete er die Watteaumalerei. Ausserdem nahm er damit Einfluss auf die Mode seiner Zeit, es gab Kostüme „à la Watteau“ ,  sowie Frisuren, die „Coiffures à la Watteau“ , „Watteauhäubchen“ und die „Negligés à la Watteau“. Mit großer Sicherheit und Lebendigkeit der Zeichnung verband er eine geistreiche und leichte Pinselführung, sowie ein fein ausgebildetes Naturgefühl, das sich besonders in den landschaftlichen Hintergründen seiner Gemälde zeigt (Wikipedia). Er starb bereits im Alter von 36 Jahren. Eine große Anzahl seiner Bilder befinden sich in Berlin-Potsdam.

 

   

 

36 x 39 x 29 cm. Wohlerhalten.

 

Quellenangaben (auch Auszugsweise) vom 17.05.2021:

https://www.kpm-berlin.com/porzellan-shop/inspiration/wussten-sie-schon/der-kpm-stempel-und-seine-geschichte

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_August_Seger

http://www.wt-pempel.de/seger.htm

https://www.deutsche-biographie.de/gnd172742137.html#ndbcontent

https://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_Watteau

http://www.zeno.org/Kunstwerke/A/Watteau,+Antoine

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Prunk-Hochzeitsschrank im Stil der Ulmer Renaissance

Reich an Ornamentik und Intarsien geschmückter Aufsatzschrank mit geschnitztem Dekor von Maskarons, Löwenköpfen, Karyatiden, Hermen und weiteren Skulpturen.

Der eintürige Unterteil ruht auf einem breiten, im Mittelteil geschnitzten, Sockel. Die plastische Architekturfassade ist von, auf Maskarons basierten Rundsäulen, flankiert. Korpus in stilisierter Nischenform und zentral mit reich intarsiertem Vasen-, und Blumendekor. Daneben hervorstehende, meisterhaft geschnitzte Karyatide und Herme mit typisch, anthropomorphen Oberkörpern und abstraktem Schaft, ruhend  auf einer löwenartigen Groteske mit Postament. Bekrönt ist das Ganze von einem gesprengten Giebel mit geschnitzter, auf den Betrachter blickenden Büste. Daneben jeweils eine differierte Wappenkartusche, was für einen Hochzeitsschrank spricht. Tür mit ziseliertem Eisenschloss und Bändern auf der Innenseite, korrespondierend zu den  rankenförmigen Zuggriffen.

Der Tabernakelaufsatz auf freistehenden, zweigeteilten Säulen. Die Basis der Säulen bilden Orthostaten, abgesetzt von einem weiteren Torus,
folgend kannelierte Säulen mit ionischem Kapitell. Dahinter, versetzt, befindet sich jeweils eine reich dekorierte Schublade. Aufgesetzte Lisenen bilden als perspektivisch konstruierte Säulen, neben ikonographischen Darstellungen einer jungen Frau, mit bekröntem Tympanon den Abschluss des rückwärtigen Teils. Im offenen Mittelteil befindet sich unter einer wachenden Groteske, eine reich intarsierte Nische mit geschwungenen Ranken und Blüten. Flankiert von weiteren Maskarons und formschön herausgearbeiteter Karyatide auf der einen, sowie Herme auf der anderen Seite.

 

Von den ionischen Säulen getragenen, verkröpften Gesims mit Fries und weiteren Maskarons, befinden sich 2 weitere Schubkästen.

Es sind verschiedene Holzarten, u.a. Eiche, Nußbaum, Fichte… entsprechend einem typischen Ulmer Schrank (Donauhölzer), meisterlich verarbeitet.

216 x 143 x 86 cm (h x b x t)

 

Ein frappierend ähnlicher Schrank, dargestellt bei Ernst Rettelbusch „Stilhandbuch“ (hier 8. Auflage) unter „Deutsche Spätrenaissance – Ende 16. bis Anfang 18. Jahrhundert“. Tafel 122. „Abb. 1. Büffett nach Motiven aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.“

 

 

 

12.880,00 EUR

 

Buchständer, Mailand, um 1700.

Holz, um 1700, Lombardei, reich geschnitzt, Mittelstütze mit Halbsäulen, dreigeteilter Fuß, h 162 cm.

     

3.280,00 EUR

Topographia Windhagiana aucta/ Windhaag (Österreich)

Marianus, Hyac. Topographia Windhagiana aucta, Das ist: Vermehrte aigentliche Delineation… der Graf- vnd Herrschafften Windhaag, Rosenburg am grossen Khamp vnd Wolfshofen, wie auch Groß-Poppen, Neuntzen, Wurmbach, Reichenau am Freywald, Groß-Pertholtz, Langenschlag vnd Kirchstetten… Ingleichen etliche Häuser, Gärten, vnd Mayrschafften. Wien, Leopold Voigt, 1673.

Fol. Portr. (M. Küsel sc.), Tit. mit gest. Wappen, 2 Bll., 62 SS., 58 (st. 61) meist dpblgr. Kupfertaf. Mod. Hpgt.
Die seltene Erweiterung  der 1673  hrsg. „Topographia Windhagiana“  (vgl. Wüthrich 86) mit 59 von 63 Darstellungen.  Sie ist ein eigenständiger, als separater Teil der Topographia Germaniae entstanden, weswegen Wüthrich dieser auch einen eigenen Tel widmet (vgl. W.  44b Anhang zur Toppgraphia Provinciarum Austriacarum (Österreich) mit lediglich 10 Kupfertafeln, S. 253 und W. 85. als eigenständige Topographia Windhagiana 1656 mit 21 Kupfertafeln, ab S. 664. Die Kupfertafeln, gegenüber dem Anhang zu Österreich, alle neu gefertigt. 

Ohne die Taf. P („Ein anderer Abriß Portinculae“) und MMM („Mauth- u. Herrn-Hauß zu Neumarckt“). Einige unterlegte Risse. Tit. mit unterl. Auschnitt.  Die schönen Kupfer in kräftigen Abrucken.

Sehr seltener, eigenständiger Band um 25 neue Darstellungen zur Erstausgabe von 1656 erweitert. Von Caspar Merian nach Clemens Beutler gestochen.

Lucas Heinrich Wüthrich: „Das druckgraphische Werk von Matthäus Merian d.Ä. Teil IV. Die Topographien.“

Schuchard 9 / W. 68.

 

      

4.990,00 EUR

Schawspiel Menschliches Lebens.

Erstlich durch den Hochgelehrten Herrn I.I. Boyssardum (Jean-Jacques Boissard 1528–1602) lateinisch beschrieben, nunmehr aber ins Teutsch gebracht. Frankfurt, Theodor (auch Dietrich) von Bry.

 

Deutsche Erstausgabe 1597. Gedruckt zu Frankfurt am Main, bei Johann Feyerabend, in Verlegung Dietrich von Bry. Anno MDXCVII.

Gestochener Titel. Mit dem gestochenen Portrait von Boissard  sowie 60 Textkupfern, jeweils vor jedem Kapitel. Ledereinband der Zeit mit Blindprägung.

 

 

           

Durchgehend leicht gebräunt, stellenweise leicht fleckig. Titelkupfer mit Fehlstellen, hinterlegt. Einbandrücken und Ecken ergänzt. Gebrauchsspuren. 20x15cm.

Matthäus Merian arbeitete bei de Bry und ehelichte 1619 seine Tochter. Das berühmteste Werk von de Bry dürften seine Großen Reisen von America in zahlreichen  Bänden sein. Sie zählen zu den bedeutendsten Reiseberichten der Frühen Neuzeit. Nach seinem Tode brachten seine Söhne und Matthäus Merian weitere Bände davon heraus mit über 1500 Kupferstichen. 1597/98 brachte de Bry mit Boissard 100 Gelehrtenleviten mit Kupferstichporträts heraus, welche ebenfalls von den Söhnen fortgeführt wurden und am Ende 438 Gelehrtenportäts umfasste.

Sehr selten. Kein weiteres Exemplar im Handel gefunden.

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1) ZEILLER, Martin: Neue Beschreibung, der Königreiche Schweden, unnd Gothen, auch deß GroßFürstenthums Finland, ein- und zugehöriger Landschafften, und derselben fürnemsten Stätt, und Plätze, alles mit sonderem Fleiß, auß den alten, und neuen Scribenten, und erlangten Berichten, kürtzlich zusamen gebracht. Sampt einer Vorrede, von denen in den historien, hochberühmten Gothen, ihrem Herkommen, Thaten, und in welchen Ländern derselben Nachkommen noch dieser Zeit anzutreffen.

Ulm, Balthasar Kühn, 1647. 8 °. 28,+ (4, blank),+ 1-190,+ (16) S.

2) ZEILLER, Martin.) Neue Beschreibung, der Königreiche Dennemarck, unnd Norwegen, auch derselben einverleibten Landschafften, fürnembsten Stätten, und Plätzen, sambt einer Vorrede, von den in den Historien, so hoch berümbten Normännern, ihrem Herkommen, und Thaten, und wo noch dieselbe der Zeit, ausser ihres Alt-Vätterlichen Sitzes, auch an andern Orthen anzutreffen.

Ulm, Balthasar Kühn, 1648. 8 °. 32,+ 1-270,+ (14) S.

Ein Registerblatt restauriert mit kleinem (ergänztem) Blattverlust.

VD17 23:299413F und VD17 23:299393C. Bibl. danica II, sp. 597 für die zweite Ausgabe.

Martin Zeiller (* 17. April 1589 in Ranten, Steiermark; † 6. Oktober 1661 in Ulm)

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Zeiller, Martin: Newe Beschreibung deß Königreichs Polen, und Groß-Hertzogthumbs Lithauen. Darinnen: Nicht allein die einverleibte Landschafften, sondern auch die Fürnehmbste Städt, und Plätz, so viel man deren in Erfahrung bringen können, neben derselben denckwürdigen Geschichten und Händeln, beschrieben werden: Alles mit sonderbarem Fleiß, auß den alten und newen Scribenten, und erlangten Berichten, zusamen gebracht, und nebenst einem nutzlichen Register in den Druck gegeben. Die ander Edit.

Titel in Rot u. Schwarz. Ulm, Kühne, 1652 (EA 1647). 1 w. Bl., 1 Bl. „Schmutztitel“, 223 S. ( Titel in rot und schwarz, 3-10 Vorrede, 11-Neue Beschreibung deß Königreichs Polen un Großherzogtumbs Lithauen 223), 22 S. Anhang, 9 Bl. Register und Errata, Kl.-8°. Ldr. d. Zt. mit Rotschnitt, RSchild u. RVerg. (berieben, Rücken mit hs. Papierschild, Fehlstelle im VDeckelbezug, obere Gelenke angeplatzt), loses Lesebändchen. 2. Ausgabe. – Winkelmann 668 (EA Ulm 1647). – VD17 14:080287Z. – Estreicher XXXV, 217. Selten.

Außer der Geschichte und jüngsten Ereignisse, Beschreibung etlicher Städte. Das Namensregister umfasst 18 Seiten.

    

Martin Zeiller (* 17. April 1589 in Ranten, Steiermark; † 6. Oktober 1661 in Ulm)

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