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Sebastian Münster: Cosmographia 1628.
Letzte deutsche Ausgabe, gegenüber den vorherigen nochmals um ca. 200 Textillustrationen vermehrt ( Burmeister 86). . Vollständig, gute Erhaltung, schöner Schweinsledereinband der Zeit über Holzdeckeln mit reicher Blindprägung und 2 intakten Messing-Schließen.
Voderdeckel mit figürlichem Mittelstück (Judith mit dem Haupt des Holofernes, datiert 1575).Rückdeckelbezug fehlerhaft, bzw das Leder etwas rausgeschnitten.
Innen: Kupfertitel leicht braunfleckig ( siehe Foto). Nachsatzblätter leichte Feuchtigkeitseinwirkung, aber insgesamt ungewöhnlich gut erhalten.
Teilweise altersbedingte, leichte Papierbräunungen. Sehr schöne Ausgabe.

Provenienz: Bibliothek der Fürsten von Öttingen-Wallerstein (Wappenstempel auf dem Drucktitel). Außerdem Bibliothek des deutschen Philologen und Historikers Wlfgang Krämer (1885-1972) Exlibris und Kaufvermerk Innendeckel 07. Mai 1935.
Groß-Folio (41:27cm).
Mit Kupfertitel von M. Merian, Portr.-Holzschnitt Drucktitel verso, 26 doppelblattgrosse Vortextkarten, 1Faltansicht (Heidelberg) 72 doppelblattgrosse Holzschnittansichten und ca 1400 Textholzschn. 12 Bll.52 Bll. (= Karten) 1752 Seiten.
Enthalten sind u.a. 2 Welt-, und 4 Erdteil-Karten, 6 Karten von Deutschland (3xRhein). Doppelblattgrosse Ansichten von Augsburg, Florenz, Frankfurt/M., und Frankfurt/Oder, Freiburg, Freising, Genua, Köln, Lübeck, Stettin, Straßburg, Ulm, Worms, Basel, Bern, Jerusalem, Konstantinopel, Kopenhagen, Lissabon, London, Neapel, Paris, Rom, Speyer, Trier, Venedig, Würzburg u.v.a.

Selten so vollständig und so gut erhalten.

Sebastian Münster (*1488 Nieder-Ingelheim † 1552 in Basel an Folgen der Pest) war Kosmograph, Humanist und Hebraist.
Er veröffentlichte sein Hauptwerk, die Cosmographia, nach gut 20-jähriger Vorbereitungszeit erstmals 1544.
Münster war Hochschullehrer in Tübingen, Heidelberg und Basel.
Selbst unternahm er nur Reisen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Schwaben (u.a. auch Ulm) und Bayern.
Er schrieb sehr viele Briefe an die Stadtherren der Welt um seiner Beschreibungen in der Cosmographia eine solide Basis zu geben. Mehr als 120 „Standespersonen, Gelehrten und Künstler“ arbeiteten an seinem monumentalen Werk mit.
Das deutschsprachige Werk enthält in sechs Büchern „eine Beschreibung der ganzen Welt mit allem, was darinnen ist“. Die ersten Ausgaben von 1544 (660 Seiten) bis 1548 mit dem lateinischen Titel Cosmographia, die Ausgaben von 1550 bis 1614 den deutschen Titel Cosmographei oder Cosmographey.
Die Ausgaben von 1615 bis 1628 (1500 Seiten) haben wieder den Titel Cosmographia. Außer den etlichen, ständig erweiterten deutschen Ausgaben erschien das Werk in vielen weiteren Sprachen.

Wikipedia: Mit der Cosmographia wurde quantitativ und qualitativ ein neuer Standard für die Ausstattung von Städtebüchern gesetzt. Damit legte Münster die erste wissenschaftliche und zugleich allgemeinverständliche Weltbeschreibung in deutscher Sprache vor.

Sebastian Münster
(* 20. Januar 1488 in Nieder-Ingelheim;
† 26. Mai 1552 in Basel)

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VERKAUFT:

Ulm Stadtplan: Kolorierter Schlumbergerplan Plan der Königlich Württembergischen Stadt Ulm.Aufgenommen unter der Leitung des K. B. Wasser, Brücken und
Strassenbau Directors Schlumberger. (Johannes Hans) Johannes Schlumberger, Ulm, Zobel, Hartmann und Möhrlen 1808,
koloriert 71,5 x 49 cm
Absolute Rarität, weltweit das einzige Exemplar im freien Handel.
Diese Karte ist nur noch zweimal bekannt.
Der hoch detaillierter Stadtplan aus dem Jahre 1812 zeigt die Stadt Ulm. In verschiedenen Farben sind die Gebäude, öffentliche Häuser und Gebäude aus Holz und Stein dargestellt.Zudem zeigt sie die Kirchen, Brunnen und vier Stadtbezirke.
Nur eine Kopie dieser Karte ist in den Bibliotheken weltweit registriert (Universität Tübingen).
ein weiteres Exemplar ist wohl in der Stadtbibliothek Ulm (Stadtmuseum).
Kleine reparierte Risse in den Rändern, reparierter Riß in der mittleren Falte (Fehlstelle), sonst eine feine Kopie. Verlagsstempel im unteren Teil des Bildes.
Literature: Albrecht Weyermann, Nachrichten von Gelehrten, Künstlern und andern merkwürdigen …, Band 2, p. 482-483

Artikel aus der Südwest Presse vom 05.01.2012:

Der Schlumberger-Plan
1812: Vor 200 Jahren ist Ulms erster exakt vermessener Stadtplan in den Handel gekommen, der so genannte „Schlumberger Plan“. Jedes damals existierende Haus ist darin zu identifizieren, denn 1796 war die Stadt in die vier Quartiere A, B, C und D eingeteilt und die Häuser durchlaufend nummeriert worden. Jede einzelne Hausnummer ist im Schlumberger-Plan erfasst. Er zählt daher zu den wichtigsten Erkenntnisquellen der Ulmer Stadtentwicklung, zumal er bis ins Mittelalter zurückreichende Strukturen zeigt.

„Plan der Königlich Württembergischen Stadt Ulm“, ist er überschrieben, „Aufgenommen unter der Leitung des K. B. Wasser, Brücken und Strassenbau Directors Schlumberger“. K. B.? Das bedeutet „Königlich Bayerisch“. Ein bayerischer Beamter vermisst die württembergische Stadt Ulm? Des Rätsels Lösung findet sich am Kartenrand unten links, wo präzisiert ist, wann und durch wen die von Schlumberger geleitete Aufnahme erfolgt ist: „durch die Geometer Zobel, Hartmann und Möhrlen im Jahr 1808.“ Damals war Ulm noch bayerisch. Das änderte sich 1811.

Der neue Landesherr, König Friedrich I. von Württemberg, scheint sofort Gefallen an dem Plan gefunden zu haben: Für die Handzeichnung, so teilt der Kunsthändler Theodor Nübling im Ulmischen Intelligenzblatt vom 25. April 1811 mit, sei Schlumberger „von Sr. Majestät dem Könige von Württemberg mit einem huldreichen Schreiben und einer goldenen Tabatiere allergnädigst beschenkt“ worden.

Dieser Hinweis findet sich in einer „Subscriptions-Anzeige“ (Anm.: siehe Foto), worin Nübling für den Schlumberger-Plan warb, der vervielfältigt und in den Handel gebracht werden sollte. Johannes Schlumbergers Handzeichnung, die noch ein paar Wochen in Nüblings Kunsthandlung in der Hirschgasse betrachtet werden könne, sei nun „in einen etwas kleineren Plan mit dem größten Fleiße und der strengsten Accuratesse reducirt worden“. Diese Version solle „binnen 6 Monaten, durch Herrn J. Hans rein und sauber in Kupfer gestochen, herauskommen.
Jener J. Hans, der sich mit dem Zusatz „Mahler u. Kupferstecher“ am rechten unteren Rand des Plans verewigt hat, war Johannes Hans, dem Ulm eine Reihe wunderschöner Stadtansichten sowie die bildliche Dokumentierung einiger historischer Ereignisse verdankt. So hat Hans vom Turm des Neutors aus die Waffenniederlegung der besiegten österreichischen Armee vor Napoleon am 20. Oktober 1805 festgehalten. Auch die berühmte, aber nicht signierte Darstellung der Flügel des Schneiders von Ulm aus dem Jahr 1811 dürfte von ihm stammen.

Nübling bot denen, die den Plan bis Ende August bestellten, einen Vorzugspreis von 2 Gulden an; danach werde der Verkaufspreis um 30 Kreuzer – das war ein halber Gulden – steigen. Allerdings scheint der Zeitplan von sechs Monaten nicht eingehalten worden zu sein: Man sucht im Intelligenzblatt von 1811 vergeblich nach einer Annonce, die das Erscheinen des Planes ankündigt; im folgenden Jahrgang allerdings auch nicht. Doch nennt der Ulmer Biograph Albrecht Weyermann 1812 als das Erscheinungsjahr des Schlumberger-Plans.

Der zeigt Ulm kurz nach einem gewaltigen Umbruch. Die Stadt war ein Jahrzehnt zuvor auf Befehl der französischen Besatzer entfestigt worden, hatte ihre gewaltigen, zackenförmigen Erdwerke aus dem 17. Jahrhundert eingebüßt bis auf die Bastion „Regimentsschultheiß“. Die ist als letzter „Zacken“ links unten auf der Karte erkenbar – eine gepflegte Grünanlage.

Auch die übrigen Flächen der geschleiften Festung waren gewissermaßen in blühende Landschaften verwandelt worden, wie der Schlumberger-Plan erkennen lässt. Um die Stadt herum führte eine von Bäumen gesäumte Promenade, deren südwestlicher Teil heute noch so heißt und deren am nördlichen Stadtgraben entlanglaufende Strecke später „Olgastraße“ getauft wurde. Es war die Zeit, als der Spaziergang erfunden wurde. Den später überwölbten Stadtgraben zeigt der Plan ebenso wie den Teil der Kleinen Blau, der längst unter der damals noch nicht existierenden Bahnhofstraße verschwunden ist.

Wer sich die Mühe machen will, kann auf dem Plan bis ins stauferzeitliche Ulm zurückkehren – dank der Hausnummern. Die vollziehen die Route der reichsstädtischen Steuereinnehmer nach, die mit dem Wachstum der Stadt länger wurde. Viertel A umfasst den ersten und ältesten Streckenabschnitt – und der bewegt sich ziemlich genau innerhalb der Stauferstadt des 12./13. Jahrhunderts, deren Nordgrenze die Hafengasse und deren Versorgungszentrum der südliche Teil des Fischerviertels war. HENNING PETERSHAGEN

 

 

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Sehr schöne Elefantenpendule um 1720!

Regence-Louis XV, das Modell aus einer Pariser Meisterwerkstatt.

Gehender Elefant, auf dem Rücken das trommelförmige Gehäuse mit Amor nach einem Vögelein greifend/kletternd mit blätterbeschmücktem Volutensockel. Zifferblatt (etwas beschädigt) signiert „Balthazard A Paris“ (Meister ab 1717),  mit römischen Stunden- und arabischen Minutenzahlen.

2 fein durchbrochene und vergoldete Zeiger. Feines Messingwerk des 19. Jh. 

Höhe ca. 24,5 cm.

„Balthazar, Henry Charles (Charles genannt – auch Baltazar und Balthazard); Meister-Uhrmacher (1717) in Paris, Rue du Roule, pfarrgemeinde Saint-Germain-l’Auxerrois, verheiratet mit Madeleine Vautier. Vater von Louis Charles Balthazar, erwähnt am 2. November 1761, 7. Mai 1765 und 10. Oktober 1774. Bekannter von Louis Fourier und Familie von Louis Mangeant.“ (Aus Watch-Wiki.org)

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Hannibal soll bereits von Carthago aus 218 vor Chr. das Mittelmeer und die Alpen mit einem Elefanten überquert haben.

Der indische, weiße Elephant Abul Abbas wurde um 800 als erster namentlich und urkundlich erwähnter Elephant in Europa bezeugt.

Der Kalif Hārūn ar-Raschīd schenkte dem fränkischen Kaiser Karl dem Großen den Elefanten. Der Kaiser soll diesen von Aachen aus gerne auf Reisen mitgenommen haben, bis er schließlich um 810 bei der Überquerung des Rheins in Lippeham plötzlich verendet sein soll.

Friedrich II (* 26. Dezember 1194 in Jesi bei Ancona, Italien; † 13. Dezember 1250 in Castel Fiorentino bei Lucera, Italien)  hat auch einen Elefanten aus Cremona bessesen.

Der heilige König von Frankreich, Ludwig IX brachte aus dem Heiligen Land einen Elefanten mit nach Frankreich, welchen er noch im selben Jahr Heinrich III von England schenkte. Im Jahre 1258 starb der Elefant im Tower of London.

In der Chronica majora von Matthäus Parisiensis wird die Ankunft des ersten Elefanten in England beschrieben. Die darin enthaltene Zeichnung gilt als älteste realistische Zeichnung eines Elefanten in Europa. Aufgrund der Ohren kann man seine afrikanische Herkunft ableiten.

Ein weiterer (indischer) Elefant war Hanno  (* ca. 1510; † 8. Juni 1516; ital. Annone)  den König Emanuel I. von Portugal (1469–1521), dem neu gewählten Papst Leo X. zum Geschenk machte. 1514 kam er nach Rom und wurde das Lieblingstier des Papstes. Hanno starb infolge einer Verstopfung und deren Behandlung mit einem durch Gold angereicherten Abführmittel.

Es gibt lesenswerte Bücher über das Leben von Hanno.

Quelle/Literatur:

H.L. Tardy: Dictionnaire des horlogers français, Paris

D. Augarde: Les ouvriers du temps, Genf 1996

Fine antique clocks of the 17th to 19th century, 1990, S. 66 (Abb. 52, Elefant mit Putto)

E. Niehüser: Die französische Bronzeuhr, 1997; S. 242

Petite pendule à l'“Éléphant“ de style Louis XV en bronze doré. Cadran signé Balthazard A Paris.

Britten: Old clocks & Watches and their makers, 1973

L. Uresova: Alte Uhren, 1986; S. 110

P. Pröschel: Vergoldete Bronzen, 1986

Bedini: Der Elefant des Papstes

Stephan Oettermann: Die Schaulust am Elefanten. Eine Elephantographia Curiosa. Syndikat, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-8108-0203-4, S. 100f

Wikipedia

Preis auf Anfrage.
0,00 EUR

 

Das Uhrwerk befindet sich in einem mit Intarsien verzierten Korpus, mit neuer Schellackpolitur, welcher in Nussbaum furniert wurde.

Der Uhrenkasten seitlich mit feinst durchbrochenen Schnitzarbeiten, sowie im Frontbereich mit Blumen intarsiert, auf großen ebonisierten Klauenfüßen ruhend.

Auf Pendelhöhe ein Sichtfenster mit Europa auf dem Stier. Das Werksgehäuse auf der Vorderseite verglast, seitlich Säulen mit Kapitellen und Schnitzereien.

Darauf 3 groß geschnitzte, vergoldete Figuren auf einem Holzpodest:

ein „weiblicher“ Engel mit Busine (tritt in der Apokalypse als Engel des Gerichts in Erscheinung)

ein „männlicher“ Engel mit Stab und Geldsack und über allem Atlas mit Sternbildkugel.

Zifferblatt aus Messing, graviert

Ziffernring mit römischen Ziffern für die Stunden und arabischen Ziffern für die Minuten. Auf dem Zifferblatt signiert „Jan Hermelink Amsterdam“

Revidiertes 8-Tage-Werk mit Ankergang,  1/2-Stunden-Schlag auf 2 Glocken (Repetition) , Gewichtsantrieb. Läuft tadellos.

  • Kleine Sekunde
  • Jahreskalender:

Fenster mit Tagesangabe 1-31 für den jeweiligen Tag in arabischen Ziffern.

 Fenster mit Datumsangabe von 12 Monatsnennungen, jeweiligem Emblem (Symbolbild mit Figur nach Jahreszeit) und Angabe der Monatslänge in arabischen Zahlen 28, 30 oder 31 Tagen

Fenster mit jeweiliger Nennung des aktuellen Wochentags auf niederländisch und Figurenemblem (Montag-Sonntag) sowie jeweiligem Tagesregentensymbol:

Sonntag = Dies Solis, Sonne Sun.gif   Montag = Dies Lunae, MondLun.gif  Dienstag = Dies Martis, MarsMar.gif  

Mittwoch = Dies Mercurii, Merkur Mer.gif   Donnerstag =  Dies Jovis, Jupiter Jup.gif   

Freitag = Dies Veneris, Venus Ven.gif   Samstag = Dies Saturni, Saturn Sat.gif

Der Ursprung für den Wochenrythmus ist altbabylonischen Ursprungs, von dort kam die astronomische Lehre, daß jeder Tag der Woche unter dem Einfluß eines bestimmten Gestirnes steht, wird auch als  Chaldäische Reihe im Tetrabiblos des Ptolemäus überliefert.

  •  Mondphase mit Mondalter
  • „Schiffsautomat“ welche sich mit der Sekunde hin und her bewegen.

Höhe gesamt ca. 280cm.

Original Amsterdamer staande klok.

Eine ähnliche Standuhr befindet sich im Rijksmuseum in Amsterdam.

Jan Hermelink`s (auch Hermelinck) Werkstatt befand sich mitten in Amsterdam,  Torensteeg, Ecke Nieuwwzijds Achterburgwal.

Nach seinem Tod 1799 führte sein Sohn Hendrik das Geschäft weiter.

Am 21.04.2004 gab es folgende Meldung (Quelle:omroepbrabant.nl) über eine wertvolle, gestohlene Standuhr von Jan Hermelink :

„VELDHOVEN – Onbekenden hebben afgelopen maandag een peperdure klok gestolen uit een huis in Veldhoven.

De klok, een Jan Hermelink uit Amsteldam, is uniek en zeker honderdduizend euro waard. Volgens de eigenaar zijn de dieven professionals, want de drie meter hoge staande klok, was binnen een paar minuten uit de woning gehaald. Volgens de eigenaar zijn er de afgelopen weken in de regio Eindhoven meer dure klokken gestolen en gaat het hoogstwaarschijnlijk om een bende.“

(Übersetzung: Die Uhr, eine Jan Hermelink aus Amsterdam, ist einzigartig und ca. hunderttausend Euro wert. Laut Aussage des Besitzers sind die Diebe Profis, weil die drei Meter hohe Standuhr innerhalb weniger Minuten vom Haus entfernt wurde. Dem Besitzer zufolge wurden in der Region Eindhoven in den letzten Wochen teurere Uhren gestohlen und es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine Bande.)

Preis auf Anfrage.

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ZOCCHI, GIUSEPPE (NACHFOLGER DES 19. JAHRHUNDERTS)

(1711 Florenz 1767)

Blick auf die Brücke Santa Trinita über den Arno in Florenz.

Öl auf Leinwand.

Unten rechts bezeichnet: Il fiume Arno a Firenze.

59,5 x 74,5 cm (oktogonal).

 

Preis auf Anfrage.

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Biblia germanica: Cotta Bibel (Pfaffen) von 1729

Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Nach der Übersetzung und mit den Vorreden und Randglossen D. Martin Luthers, mit Neuen Vorreden, Summarien, weitläuffigen Parallelen, Anmerckungen und geistlichen Anwendungen, auch Gebeten auf jedes Capitel: Wobey zugleich Nöthige Register und eine Harmonie des Neuen Testaments beygefüget sind. Ausgefertiget unter der Aufsicht und Direction Christoph Matthäi Pfaffen, Der Heil. Schrifft Doctorn, Professorn, Cantzlern und Probsten zu Tübingen, auch Abbten des Closters Lorch. Titel, 2 Kupfer, Privileg, die Karten und das erste Blatt der Vorrede lose beiliegend.

Ausserdem mit dabei (bis auf 2 Kupfer alle  lose zum einbinden, oder einkleben) mehrere Kupferstiche von Martin Engelbrecht sowie als Rückseite zum Kupfer des Alten Testaments .1730.

Das Einzelblatt über die „Kurze Beschreibung derer Kometen, nebst angehängtem Bericht von derselben Bedeutung von Bäck in Augsburg.

Ledereinband mit 8 schönen erhabenen Messingbeschlägen und 2 Metallschliessen (ohne die Schließen).6 Blätter insgesamt lose, ohne Buchrücken. Innen fest und meist sauber, Gebrauchsspuren, Karten teils mit Einriss.Ansonsten innen sehr gut erhalten und wohl komplett  (nicht kollationiert).

0,00 EUR

„Ducatus Würtenbergici“. Teilkol. Kupf.Kte. von J. Mayer bei J, B. Homann 1710. 57 x 95 cm. Mit 2 fig. u. herald. Kart. mit kl. Ansichten von Stuttgart u. Tübingen, grenzkol. Nebenkte. (südl. Schwarzwald) sowie seitl. Leisten mit je 38 Stadtwappen. Von 2 Platten gedruckt (nicht zusammengesetzt!).

Sandler S. 8, Nr. 7-8: „eine durch Ausführlichkeit hervorragende Spezialkarte“.

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Original Hamburger Schapp von ca. 1680-1700.
Der Hamburger Schrank stammt aus dem Nachlass einer Familie der Hansestadt.
Nachdem die vornehme Gesellschaft, insbesondere Fürsten, Stadtobere und wohlhabende Kaufleute der Spätrenaissance und des Frühbarock ihre vornehme Kleidung nicht mehr in Truhen „zusammengefaltet“ aufbewahren wollten, entwickelte sich der Schapp (Schrank).
Die vornehmen Bürgerhäuser mit ihren großen Hallen, Fluren und Dielen wollten mit solch einem Möbelstück den Status und erreichten Wohlstand schon beim betreten des Hauses repräsentieren.
Der Schapp war im Hochmittelalter das beliebteste Möbel in den prächtigen Wohnhäusern der Hansestadt.
Er hat den Vorteil, dass er sich, durch ein Stecksystem, einfach komplett zerlegen und aufbauen läßt.
Ähnlichkeiten haben übrigens der Schapp aus Danzig und Lübeck.Die Hansestädte sollten früh die barocken Stilformen beeinflussen.
Dieser monumentale Hamburger Schapp mit edlem Nußbaumfurnier und massivem Eichenholzkorpus ist plastisch und reichhaltig ornamentiert mit typischen geschnitzten Pilastern und Puttos.
Er steht auf 5 abgesetzten Kugelfüßen. Der Sockel ist mit einer durchgehenden Schublade, optisch in zwei getrennt.
In der Mitte darüber Lisetten mit figürlich dekorierten Volutenkapitell.
Das original erhaltene Schloß mit Scharnier und Schlüssel wird von Weintrauben (Rispe) verdeckt, welche zuerst verschoben werden muß, um das Schloß zu sehen und den Schlüßel einzuführen.
Die beiden Türen mit erhabenen Füllungen, also bossenartigen (auch „Kissen“ genannt) Feldern, welche den Ursprung aus den architektonischen Motiven der Fassade (Fenster) ableitet und in Holland ihren Ursprung nimmt, aber in Norddeutschland zu etwas völlig Eigenem und Neuem verarbeitet werden (Heinrich Kreisel).
Die seitlichen Bastionsfüllungen hier mit eingefasster Windrose.
„Bemerkenswert ist, daß die frühen, also noch aus dem 17. Jahrhundert stammenden hanseatischen Schränke an der von den Niederlanden übernommenen dunklen Absetzung der Füllungen festhalten, allerdings nicht mehr der Bossen selbst, als vielmehr der die Form zeichnenden Rahmenprofile“ (S. 223 Absatz 3 in Die Kunst des deutschen Möbels).
Die Pilaster und Bekrönung hier mit Figurenreliefs, vielen Blumenranken und Früchten als Gehänge, weniger Akanthus, was für einen frühen Schapp spricht.
Das mächtige, weit ausladende Profilgesims ist mit einem beeindruckenden, geschnitzten Giebelfeld mit Ranken, Früchten, einem Adler und Puttos, ebenso ebonisiert.
Innen mit rotem Samtbezug.
Ein sehr seltenes, museales Meisterstück. Maße:  ca. 215 x 85 x 245 cm (Breite x Tiefe x Höhe)

Literatur: Deutsche Möbel Band II, Hermann Schmitz: Deutsche Möbel des Barock und Rokoko mit 600 Abbildungen, Stadtbibliothek Ulm 28 944
Heinrich Kreisel: Die Kunst des deutschen Möbels, Band 1 „Von den Anfängen bis zum Hochbarock“ ab Seite 214, Stadtbibliothek Ulm 60 618

Preis auf Anfrage.

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Dieser Fassadenschrank wird Sie begeistern.
Ein “ Ulmer Schrank“ besteht aus verschiedenen Holzarten, welche entlang der Donau vorkommen. Früher haben die „Ulmer Schachteln“ (Schiffe) diese als Güteraustausch nach Ulm mitgebracht.
Dargestellt sind die 4 Jahreszeiten, Aphrodite und Eros mit Jagdhund sowie allegorische Symbolik.
Ein sehr schönes Möbel für Ihre Villa oder Schlößchen.
Größe: 250x205x70cm (hxbxt)
Obwohl die Expertise vom Jahr 2000 vom 17. Jahrhundert ausgeht, wird es sich eher um das späte 19. Jahrhundert handeln, wo diese Schränke oft im Stil der Renaissance gebaut wurden.
In jedem Fall ein tolles Meisterstück!

Literatur: Deutsche Möbel Band II, Hermann Schmitz: Deutsche Möbel des Barock und Rokoko mit 600 Abbildungen, Stadtbibliothek Ulm 28 944
Heinrich Kreisel: Die Kunst des deutschen Möbels, 2 Bde, Stadtbibliothek Ulm 60 618
Adolf Häberle: Der Ulmer Schrank 1925 aus Belvedere S. 44-48, Stadtbibliothek Ulm 47 560

Preis auf Anfrage!

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Johann Frank (Franck): Prächtige Lustschlittenfahrt des Herzogs Karl von Lothringen und seiner Gemahlin Eleonora, Königin von Polen beim Schützenhaus 1679 von Günzburg nach Ulm. Kupferstich.
„Prächtige Lust Schlitten Fahrt
So Ihro Königlichen Mayestät Frl.Fr: Eleonora Bekrönte Königin in Polen und Herzogin zu Lothringen und Barr mit dero hoch Fürstl. Herrn Caroli Herzogens zu Lothringen…
Ulm vom rechten Donauufer gesehen ( Südwest).
Blick vom freien Gelände auf dem Platz der heutigen Stadt Neu-Ulm auf das befestigte Ulm. Der Geschützrauch des Salutschiessens für den hohen Besuch quillt über den Bastionen östlich und westlich der Stadt empor. Deutlich ist die Befestigung der Donauseite dargestellt. Hervorzuheben sind von links: Einlassturm von 1480, hier nach Entfernung seiner Erker.
Dicker Turm: das niedere neue Dach von 1632 ist hier Barock übersteigert.Vor und rechts des Herdbrucker Tors an Festungswerken zeigt, ist die Befestigung der Donauinsel.Ausserdem der Diebesturm und das bescheidene Türmchen der Kirche des Spitals (rechts der Rauchwolke) und der hohe Gänsturm. Zu seinen Füßen erhebt sich aus den Festungsmauern der Insel von 1564 das äußere Herdbrucker Tor mit Giebeln in Eselsrückenkontur und Tore der Vorwehren der Landseite.
Den rechten Abschluss der Inselbefestigung bildet eine kleine italienische Bastion, durch die das ursprüngliche Rondell von 1564 wohl 1581 ersetzt wurde. Dem äußeren Herdbrucker Tor ist das 1631 erbaute Ravelin vorgelagert.Auf dem freien Land an der Stelle des heutigen Neu-Ulm breiten sich die Holz-, und Bretterstapel der Schopper-, und Schiffbauerplätze, des Holzmarktes und Holzlager der Bäcker aus.Links unten ist das ulmische Schiesshaus, die oberen Schützen, dargestellt.Ein reizvoller Renaissance-Fachwerkbau mit Eckturm, in welchem der Herzog und die Königin speisten.1704 wurde der Bau niedergebrannt. Jetzt steht dort die Neu-Ulmer Weststadtschule.
Über dem Schiesshaus erkennt man die am Steilhang der Donau emporsteigende, noch heute so verlaufende Straße nach Ehingen. Auf dem höchsten Punkt das Gerüst des Galgens und rechts davon der Ziegelstadel auf dem Galgenberg ( Hellmut Pflüger in „Ulm-Das Bild der Stadt in alten Ansichten“ von Max Schefold).
Schultes schreibt in seiner „Chronik von Ulm“ ( Verlag Dr. Höhn) über das Ereignis:
„Am 2. Dezember 1678 ist der kaiserliche Feldherr Herzog Karl von Lothringen durch die Stadt auf Günzburg gereist, wo er mit seiner Gemahlin den Winter über residieren wird. Am 28. Januar 1679, da eine gute Schlittenbahn war, ist er dann mit derselben im Schlitten hierher gekommen. Es waren 13 schöne Schlitten, von vornehmen Kavalieren und Damen besetzt. Sie fuhren zuerst zu den oberen Schützen (Schiesshaus in Neu-Ulm), dann in die Stadt herein und durch einige Straßen. Sodann fuhren sie wieder in das Schiesshaus, wo gespeist wurde. Einige Deputierte des Rats übergaben hier der Königin eine Verehrung, ein silbern-vergoldetes Lavoir (Anm. Waschschüssel),ein Stück feine Leinwand, Wein und Haber. Die Königin hat sich selbst freundlich bedankt. Abends sind sie wieder heimgefahren. Sie wurden mit 12 Stück bewillkommet und abgefertigt. Es standen auch zwei Bürger-Kompanien im Gewehr. Von dieser pompösen Schlittenfahrt existiert ein großer Holzschnitt.“
Im Himmel fliegender Adler mit Spruchband. Rechts und links ein Portraitmedailon des Herzogs und der Königin. Am unteren Rand Titel mit Legende und Beschreibung.
Extrem seltener Kupferstich in sehr gutem Zustand in großem Format,
Blattgröße 71x40cm, mit Rahmen 90x60cm.
Preis auf Anfrage.

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